Ein Spaziergang durch die Umgebung Ihrer Liegenschaft, ein Blick über die Böschung am Parzellenrand – und plötzlich steht da eine Pflanze, die irgendwie nicht dazugehört. Zu üppig, zu fremd, zu schnell gewachsen seit dem letzten Mal. Genau auf solche Momente kommt es an.
Diese Pflanzen sind bei uns unterwegs
Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die sich unkontrolliert ausbreiten und einheimische Arten verdrängen. In unserer Region gehören Kirschlorbeer, Sommerflieder und der Japanische Staudenknöterich zu den häufigsten Vertretern – die beiden Sträucher als beliebte Heckenpflanzen, der Staudenknöterich an Böschungen und Ufern, wo er mit der Zeit durch Asphalt und Drainagen treibt. Riesenbärenklau und Ambrosia sind im Raum Basel bisher seltener anzutreffen. Umso wertvoller ist ein früher Fund: Ein einzelner Bestand lässt sich hier oft noch stoppen, bevor er sich in der Region festsetzt.
Der Riesenbärenklau kann bis zu drei Meter hoch werden, mit weissen Blütendolden von der Grösse eines Schirms – beeindruckend, aber sein Pflanzensaft verursacht in Kombination mit Sonnenlicht schwere Hautverbrennungen. Anfassen sollte man ihn nicht, auch nicht aus Neugier.
Je früher ein Bestand entdeckt wird, desto einfacher lässt er sich noch eindämmen. Eine einzelne Pflanze im ersten Jahr ist eine Sache von Minuten. Ein etablierter Bestand ein paar Jahre später ist eine Sache für die Fachfirma. Deshalb sind wir von der Confimo AG für aufmerksame Augen sehr dankbar – niemand geht so oft und so aufmerksam durch die Anlage wie die Menschen, die dort wohnen.
Auch unsere Aussendienstmitarbeiter und Bewirtschafter werden solchen unerwünschten Gästen künftig ein verstärktes Augenmerk schenken, bei jeder Begehung. Zusammen sieht man einfach mehr.
So halten Sie einen Fund fest
Wenn Ihnen bei der nächsten Runde durch den Garten etwas auffällt, das nicht ins Bild passt: Foto machen, Standort merken. Für die Bestimmung eignet sich die Invasiv-Flora-App von Info Flora – kostenlos, einfach zu bedienen, mit Fotoabgleich direkt vor Ort. Sie zeigt Ihnen auch gleich, um welche Art es sich vermutlich handelt und wie problematisch sie ist.
Bitte nicht selbst Hand anlegen
Wichtig: Bitte nicht selbst ausreissen oder gar entsorgen, vor allem nicht bei Riesenbärenklau, Ambrosia oder anderen Arten mit Warnhinweis. Manche Pflanzenteile sind giftig, andere bilden bei falscher Handhabung erst recht neue Bestände, weil bereits ein einzelnes Wurzelstück oder ein paar Samen genügen. Melden Sie den Fund stattdessen uns – mit Foto und ungefährem Standort auf dem Grundstück. Als Ihre Verwaltung klären wir ab, ob und wie die Pflanze fachgerecht entfernt werden muss.
Ein Verdacht, der sich als falscher Alarm entpuppt, ist uns von der Confimo AG lieber als ein Bestand, der drei Jahre unbemerkt wächst.
Wer sich für das Thema weiter interessiert: Die «Praxishilfe Neophyten 2025» der Nordwestschweizer und Zentralschweizer Kantone stellt alle wichtigen Arten mit Erkennungsmerkmalen und Bekämpfungstipps vor.Praxishilfe Neophyten.pdf8.7 MB
Danke, dass Sie beim nächsten Spaziergang durch den Garten die Augen offen halten – das hilft uns mehr, als man denkt.